Die Inselgruppe der Lofoten gehört zu den imposantesten Landschaftsformen Europas. Sie besteht aus etwa 80 Inseln. Die Berge ragen bis zu 1200 m steil aus dem Ozean empor. Dazwischen sind grüne Wiesen, schneeweiße Sandstrände und idyllische Fischerdörfer. Der Haupterwerbszweig auf den Lofoten ist neben dem Tourismus der Fischfang. Die Hauptsaison für den Lofotfischfang ist von Mitte Januar bis Mitte April. Der gefangene Kabeljau oder norwegisch Skrei genannt, wird zu Klippfisch oder Stockfisch (Tørrfisk) verarbeitet, der vor allem für den Export vorgesehen ist. Aufgrund der exponierten Lage liegen Regen und Sturm, Sonne und Windstille oft nur wenige Kilometer auseinander. Extrem ist auch der Wechsel von der dunklen Winterzeit zur Mitternachtssonne, die von Ende Juni bis Mitte Juli die Nacht zum Tag werden lässt. Die Temperaturen unterliegen nur geringen Schwankungen während des Jahres, dafür sorgen der stete Westwind und der Golfstrom.

An- und Abreise

Seit 2007 gibt es eine neue Straßenverbindung zwischen den Lofoten und dem Festland (Lofast). Jetzt kann man die Lofoten von Narvik aus erreichen, ohne eine Fähre benutzen zu müssen. Die E10 geht von Narvik bis in die südlichste Spitze der Lofoten nach Å.

Fähren zwischen den Lofoten und dem Festland gibt es von:

Verbindung Dauer
Bodø nach Moskenes 3,0 - 3,5 h
Bodø nach Værøy 3,5 - 5,0 h
Bodø nach Røst 4,5 - 5,0 h
Skutvik nach Skrova oder Svolvær 2,0 h
Bognes nach Lødingen 1,0 h
Hurtigrute von Bodø nach Stamsund 3,5 h
Hurtigrute von Bodø nach Svolvær 6,0 h

Orte

A u s t v å g ø y

Svolvær

Svolvær ist mit seinen 5000 Einwohnern der größte Ort der Lofoten und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Hier gibt es mehrere Galerien, wie das Nordnorwegische Künstlerzentrum oder die Galerie des Lofotkünstlers Dagfinn Bakke.

Kabelvåg

Kabelvåg ist das älteste Fischerdorf der Lofoten. Sehenswert ist die 1898 errichtete Vågan-Kirche, auch Lofot-Kathedrale genannt. Sie ist mit 1200 Sitzplätzen die größte Holzkirche Nordnorwegens. Der Marktplatz ist das Herz von Kabelvåg und schafft rund um den Hafen eine gemütliche Atmosphäre.

Laukvik

Der Ort an der Nordwestküste der Lofoten bietet einen fantastischen Blick auf das offene Meer und die Mitternachtssonne. Die 430 Menschen leben von der Fischerei und der Landwirtschaft.

Henningsvær

Dieser Ort ist eine der malerischsten Siedlungen auf den Lofoten. Erst seit 1993 gibt es eine landfeste Verbindung. Die vielen Stelzenhäuser und das farbenfrohe Bootsgewirr im Schatten der mächtigen Bergmassive beeindrucken. Hier ist eines der Zentren des Lofotfischfangs.

V e s t v å g ø y

Borg

Borg ist eine Ausgrabungsstätte und ein lebendiges Museum. Dort wurde in den 80er Jahren eine Siedlung aus der Zeit von 600 bis 850 n.Chr. ausgegraben, die ein Machtzentrum der Wikinger im Hohen Norden war. Hauptattraktion ist das rekonstruierte, 83 m lange Haus des Häuptlings. Sehenswert ist auch das 23 m lange Wikingerschiff Lofotr.

 

Eggum und Unstad

Zwei pittoreske Fischerorte, die an der vor Wind und Wetter ungeschützten Seite der Lofoten liegen. Diese Siedlungen sind stark von Abwanderung bedroht. In Unstad herrschen hervorragende Bedingungen für Surfer. In Eggum befinden sich die Reste einer Radarstation, die die Deutschen im Zweiten Weltkrieg errichtet haben.

Stamsund

Stamsund ist der bedeutenste Fischerort der Westlofoten. Hier gibt es eine große Trawlerflotte, eine Stockfisch-Exportfirma und Gefrier-und Filetieranlagen. Die Jugendherberge in Stamsund ist einmalig, es ist eine umgebaute Rorbu Anlage am Wasser.

Leknes

Leknes ist das Handels- und Dienstleitstungszentrum Vestvågøys.

Mortund

Mortsund ist eine malerische Fischersiedlung, die eine große Rorbu Anlage besitzt.

Ballstad

Ballstad ist einer der wichtigsten Fischerorte. Es war der erste Ort, in denen Fischerhütten für Touristen hergerichtet wurden und der Rorbutourismus seinen Anfang nahm.

 

F l a k s t a d ø y

Nusfjord

Nusjford steht heute unter Denkmalschutz. Die kleinen roten Häuschen gruppieren sich eingekeilt zwischen schroffen Bergmassiven um den Hafen. Für den Besuch des Ortes muss man Eintritt bezahlen.

Flakstad und Ramberg

In Ramberg ist die Kreuzkirche aus dem Jahr 1780 sehenswert. Ramberg ist das administrative Zentrum der Insel. Hier liegt die Galerie Lofotkunst.

 

Sund

Im Fischerdorf Sund kann man den Künstler Hans Gjerdsen mit seiner Schmiedkunst besuchen. Er hat sich auf Kormorane spezialisiert. Weiterhin gibt es dort ein Fischerreimuseum.

M o s k e n e s ø y

Reine

Dieser Ort mit dem herrlichen Bergpanorama ist weltbekannt, da er in einigen Freizeitparks in Europa als Modell nachgebaut wurde. Wir haben ihn zum Beispiel im Legoland Billund in Dänemark gesehen.

Moskenes

Hier steht eine Holzkirche aus dem Jahr 1821, oberhalb befindet sich der alte Richtplatz. Von Moskenes legen die Fähren nach Bodø, Varøy und Røst ab.

 

Å

Der Ort Å ist der südlichste Ort der Lofoten. Er hat heute 100 Einwohner und ist ein einziges, lebendiges Museum. Im alten Speicher für Trockenfisch ist das Stockfisch Museum (Tørrfisk Museum) untergebracht. Sehenswert ist auch das Norwegische Fischerdorfmuseum. Auf den Klippen liegt der Campingplatz, von dem man eine herrliche Aussicht hat.

V æ r ø y

Südlich des Mahlstromes Moskenesstraumen liegt die Insel Værøy, deren von der Eiszeit gerundeten Berge sich steil aus dem Nordmeer erheben. Dort leben 820 Menschen und Huntertausende von Seevögeln. Hauptort der Insel ist Sørland. Im Sommer gibt es eine Fährverbindung nach Røst, Moskenes und Bodø.

 

R ø s t

Im Gegensatz zu Værøy ist Røst weitestgehend flach und eben. Neben 690 Einwohnern gibt es 2,5 Millionen Seevögel!

 

Motorradfahren

Das Motorradfahren auf den Lofoten ist ein Genuss für alle Sinne. Fast alle Straßen führen an der Küste entlang. Sie sind oft kurvig und bieten immer herrliche Aussichten. Zu der einen Seite hat man den Blick auf die blauen Fjorde oder das offene Meer, auf der anderen Seite blickt man zu den Bergspitzen, die steil in den Himmel ragen.

Die E10 führt lang über die Lofoten von Fiskebøl bis Å und ist die Hauptverkehrsader. Dementsprechend ist der Verkehr hier auch etwas dichter. Sobald man von dieser Straße abbiegt, wird es einsamer und ruhiger.

Landschaflich sehr reizvoll ist die 815 an der Südküste Vestvågøys. An dieser Straße liegt auch der Brustranda Campingplatz.

Weiterhin gibt es einige Rundtouren, bei denen man oft einen schönen Blick auf das offene Meer hat und weiße Sandstrände findet. Teilstücke dieser Strecken sind unbefestigt. Meist handelt es sich um festgefahrene Schotterspuren, die problemlos mit Straßenmaschinen zu fahren sind.

Zu diesen Touren gehören:

  • Rundtour auf Austvågøy von Fiskebøl über Hadselsand, Grunnførfjord, Delp und Laukvik.
  • Rundtour um die Insel Gimsøy, an der Spitze in Hovsund befindet sich in herrlicher Lage der Lofoten Golfplatz
  • Rundtour auf Vestvågøy von Limstrand über Kvalnes, Høynes und Haukland
  • Rundtour auf der Straße 817 nach Stamsund und weiter nach Steine und Vik

 

Andere Straßen sind "Sackgassen" und müssen wieder zurückgefahren werden. Dazu gehören die Straßen nach Eggum, Unstad, Ballstad, Mortsund, Myrland, Viken, Nusfjord, Sand, Krystad und Selfjord

 

Unterkünfte

Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten findet man auf der Lofotenseite www.lofoten.info.

Wir haben bei unseren beiden Aufenthalten jeweils für ein paar Tage eine Hütte auf einem Campingplatz gemietet und von dort Tagestouren gemacht. Beide Campingplätze liegen am Wasser und sind sehr zu empfehlen!

Sandvika Fjordcamping

  • 3 km westlich von Kabelvåg, inmitten großartiger Natur mit dem Vestfjord direkt vor der Haustür.
  • 15 moderne Hütten und Seehäuser, alle mit Küche, Dusche und WC
  • 5 Hütten mit Küche und WC
  • 150 Stellplätze für Wohnmobile und Zelte, mit Stromanschluss, in idyllischer Umgebung entlang des Strandes.
  • Kai mit schwimmendem Landesteg und Ankerplätzen für Boote der Gäste.
  • überdachter Filetierplatz mit Grillstelle
  • Vermietung von Ruderbooten, Motorbooten und Fahrrädern

 

Weitere Infos unter www.lofotferie.no

Brustranda Camping

  • Auf der Südseite der Lofoten ( Vestvågøy) am Rolvsfjord in malerischer Umgebung an der Landstraße 815
  • 17 km von Leknes entfernt
  • Hütten in drei verschiedenen Kategorien
  • Bootsverleih
  • gute Wandermöglichkeiten

 

Weitere Infos unter www.brustranda.no

Jugendherbergen

Auf den Lofoten gibt es vier Jugendherbergen. Diese liegen in Kabelvåg, Ballstad, Stamsund und Å. Die schönste Jugendherberge ist wohl die in Stamsund, eine umgebaute Rorbu Anlage am Wasser.

Infos unter www.hihostels.no

Rorbuer

Besonders typisch für die Lofoten sind Rorbuer Unterkünfte. Diese Fischerhütten stehen auf Pfählen über dem Wasser. Ursprünglich dienten sie den Fischern während der Heringsaison als Unterkunft, heute sind sie komfortabel ausgestattet und werden an Touristen vermietet.

Ein schöne Anlage befindet unter anderen in Mortsund.

Infos unter www.statles.no

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