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Samstag, 16.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Europoort (NED) 366 km

In diesem Jahr haben wir uns für die P&O Nachtfähre von Rotterdam nach Hull entschieden. Gegen Mittag ist das Gepäck auf den Motorrädern verzurrt und wir starten Richtung Holland. Die Autobahnen sind frei und wir kommen gegen 17 Uhr am Europoort an. Eine halbe Stunde später können wir schon an Bord. Für Motorräder gibt es dort eine extra Spur mit Verzurrvorrichtung. Alles liegt bereit und innerhalb von ein paar Minuten sind die Motorräder verzurrt. So einen Komfort sind wir von anderen Fähren nicht gewohnt.
Dann suchen wir unsere Kabine, die uns sehr winzig erscheint. Egal, schnell umziehen und dann auf das Sonnendeck, um das erste Cider und Guiness des Urlaubs zu genießen!

Sonntag, 17.07.2016 {Wetter} Tagesziel: York (ENG) 269 km

Nach einem ausgiebigen Frühstück wird pünktlich um 8:00 mit der Entladung begonnen. Vom Schiff sind wir sehr schnell, aber nur, um uns anschließend wieder geordnet vor der Abfahrrampe aufzustellen. Dort warten wir dann sicher eine halbe Stunde, bevor wir auf die Rampe dürfen, um dann die recht lange Irrfahrt durch Grenzkontrollen und Hafengebiet hinter uns zu bringen. Dann geht es endlich Richtung Norden nach Yorkshire.
Ziel ist dort der North York Moors National Park, eine Gegend aus Hochmoorebenen, Hügeln und Heidegebieten. Durchzogen von herrlichen Motorradstrecken, was uns die heimischen Biker, die am heutigen Sonntag zuhauf unterwegs sind, beweisen. So ist die "grüne" Straße 169 von Pickering nach Whitby an der Nordseeküste eine Traumstraße. Die Ruinen der Whitby Abbey schauen wir uns nur aus der Ferne an, die mehr als 7£ Eintritt sind uns ein Kurzbesuch nicht wert.
Die Pfunde verschwenden wir lieber bei einer sonnigen Pause in einem hübschen tearoom in Thornton-le-Dale. Auch die Straße 1257 durch die Cleveland Hills nach Helmsley ist eine beliebte Motorradstrecke.
Dank Navi finden wir abends problemlos unser B&B in York. Es ist immer noch sonnig und warm, nach einem kurzen Bummel landen wir im Windmill Inn, um Hunger und Durst zu stillen.

Hull Beverley Münster Yorkshire Witby Abbey
Yorkshire Yorkshire Yorkshire York
Montag, 18.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: York (ENG)

Der heutige Tag ist reserviert für ein ausgiebiges Sightseeing in einer der schönsten Städte Englands. Die Stadt ist bis auf wenige Abschnitte von einer alten Stadtmauer umgeben, die durchgängig begehbar ist.
Hauptsehenswürdigkeit der wirklich hübschen Altstadt ist das Münster, die Bistumskirche des Erzbischofes von York. Eine Besichtigung lohnt sich auf jeden Fall. Besonders schön sind die bleigefassten Fenster des Domes, die Namen tragen wie West Window, Five Sister Window, Rose Window oder East Window.
Das Altstadtviertel mit den schmalen kopfsteingepflasterten Gassen lädt zum Bummeln ein. In dem Shambles, dem ehemaligen Metzgerviertel, ragen die Giebel der alten Fachwerkhäuschen weit auf die Straße hervor.
Vom Castle ist nur noch der Clifford's Tower zu sehen, den wir auch besteigen. Von oben hat man einen weiten Blick über die Stadt.
Durch die Stadt zieht sich der Fluss Ouse. Hier finden wir ein schattiges Plätzchen, wo wir die Kanuten bei ihren Anlegemanövern beobachten können.
Der Tag wird abgerundet mit einem Besuch im Pub The Punch Ball und leckerem mexikanischem Essen.

Stadtmauer Münster Münster münster
St.Williams College Pub Cliffords Tower Shambles
Blick vom Tower Auf der Stadtmauer Selfie Ouse
Dienstag, 19.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Keswick (ENG) 231 km

Nach dem ausgiebigen Frühstück verlassen wir York in Richtung Lake District. Die Fahrt geht durch die Yorkshire Dales, einer grünen Hügellandschaft, auf der unzählige Schafe weiden. Hier gibt es viele "grüne" Straßen, die einfach nur Spass machen. So die Verbindung von Grassington nach Kettlewell, weiter über das hochgelegene Dodd Fell und durch das Dentdale nach Sedbergh.
Jetzt kommen wir in den Lake District und zum Windermere Lake, mit 17 km dem längsten natürlichen See Englands. Da heute der in diesem Jahr heißeste Tag in England ist, es sind weit über 30 Grad, ist hier entsprechend viel los.
Die Fahrt am Ufer entlang ist kein Vergnügen. Die weitere Strecke von Grasmere bis Keswick, unserem heutigen Ziel, lässt das Motorradfahrerherz dann wieder höher schlagen, kurvenreich und gut ausgebaut.
Abends sehen wir uns den hübschen Ort an, der direkt am Derwent Water liegt. Da es immer noch sehr warm ist, suchen wir uns zum Abendessen einen Pub mit Biergarten und auch das Eis zum Nachtisch darf nicht fehlen.

Yorkshire Yorkshire Lake District Lake District
District Lincoln Guesthouse Abendessen Derwent Water
Mittwoch, 20.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Keswick (ENG) 55 km

Morgens zieht ein Gewitter mit Blitz und Donner auf. Gut, dass wir das B&B für zwei Tage gebucht haben. So können wir das Gewitter in Ruhe aussitzen, lesen und Tagebuch schreiben.
Gegen 11 Uhr hört es auf zu regnen und wir machen uns startklar für eine kleine, aber feine Rundtour. Am Südende des Derwent Water beginnt das Borrowdale, entlang des Flüsschens Derwent gelangt man nach Seatoller. Von hier aus sind zwei hohe Gipfel des Lake District zu besteigen, der Scafell Pike und Great Gable.
Wir begnügen uns mit der steilen Anfahrt zum Hornister Pass und der herrlichen Fahrt durch das Buttermere Fell.
An einer einsam gelegenen Farm erspähen wir ein tearoom Schild und kehren ein. Hier gibt es im Gartencafe leckeren Kuchen mit freien Blick auf die herrliche Landschaft.
Über den weniger dramatischen Whinlatter Pass geht es dann zurück nach Keswick.
Abends machen wir noch einen Spaziergang zum Friars Crag, einem Aussichtspunkt am Derwent Water. Hier genießen wir in Ruhe die herrliche Aussicht auf den See, bevor wir zum allabendlichen Pubbesuch zurück in die Stadt aufbrechen.

Buttermere Runde Buttermere Runde Buttermere Runde Buttermere Runde
Donnerstag, 21.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Portpatrick (SCO) 254 km

Heute ist es trocken, bedeckt und angenehme Temperaturen zum Motorradfahren. Wir starten in Richtung Norden, einige Kilometer hinter Carlisle haben wir Schottland erreicht. Auf kleinen kurvigen Straßen durchqueren wir die Region Dumfries And Galloway von Ost nach West. Auf den grünen Wiesen weiden Schafe und natürlich Galloway Rinder. Unser Ziel ist der kleine Hafenort Portpatrick ganz im Westen der Halbinsel The Rhines. Bunte Häuser reihen sich um den kleinen Hafen. Dort gibt es einen fish & chips Stand, der gut besucht ist. Daher gibt es heute fish & chips auf die Hand, das wir auf einer Bank im Hafen genüsslich verzehren.
Später am Abend kommt die Sonne noch einmal hervor und ich genieße bei einem Spaziergang den herrlichen Blick auf die Bucht und den Hafen.

Schottland Schottland Schottland Schottland
Hafen Portpatrick Portpatrick Abendspaziergang
Freitag, 22.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Ballycastle (NIR) 127 km

Wir werden vom Regen geweckt. Nach einem hervorragenden full scottish breakfast machen wir uns auf nach Cairnryan, von wo uns die Fähre in zwei Stunden nach Larne in Nordirland bringt. Inzwischen ist das Wetter etwas besser geworden und ein Höhepunkt der Reise liegt vor uns: Die Causeway Coastal Route.
Die atemberaubende Küstenstraße ist 190 km lang mit neun als scenic route ausgeschilderten Abstechern.
Bei der Glenarm Scenic Route haben wir leider Pech mit dem Wetter. Es regnet und wir haben kaum Sicht. Aber schon kurze Zeit später, als wir am Hafen von Carnlough im Lighthouse Cafe Mittag machen, scheint wieder die Sonne.
Der Abstecher zum Torr Head ist eine der schönsten Strecken, die wir während des Urlaubs fahren! Von Cushendun führt einer sehr schmale, kurvige Straße auf die felsige Landzunge. Immer wieder hat man fantastische Ausblicke auf die Küste und das blaue Meer. Von einen kleinen Parkplatz aus kann man dann die Spitze des Torr Heads besteigen, was ich mir nicht nehmen lasse. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Küsten und über das Meer bis zum schottischen Mull of Kintyre.
Einige Kilometer später führt auch diese scenic route wieder auf den Causeway und wir steueren unser Nachtquartier in Ballycastle an.

Carnlough Unterwegs Causeway Causeway
Causeway Torr Head Torr Head Torr Head
Samstag, 23.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Buncrana (IRL) 130 km

Auf dem Frühstücksmenue finden wir panncakes, die gab es bisher noch nicht. Mit Ahornsirup wirklich sehr lecker!
Dann begeben wir uns wieder auf die Causeway Coastal Route. Die nächste Attraktion lässt nicht lange auf sich warten: Die Rope Bridge.
Dies ist eine schmale Hängebrücke, die in 30 Meter Höhe die 20 Meter breite Meerenge zur Insel Carrick-a-Rede überspannt. Vom Parkplatz mit Tickethäuschen führt ein steiler Küstenpfad zur Brücke. Hier kann es sich schon mal stauen, da natürlich jeder gerne alleine auf der Brücke fotografiert werden möchte! Von der Insel hat man dann eine großartige Aussicht auf die Felsküste Antrims und auf Rathlin Island.
Wenige Kilometer später fahren wir dann an der Hauptattraktion Nordirlands, dem Giant’s Causeway oder Damm des Riesen .... vorbei! Am Visitor Centre ist die Hölle los, die Autos stauen sich und die Eintrittspreise sind happig. Dazu haben wir keine Lust, wir ziehen die Küstenstraße vor!
So sehen wir auch das Dunluc Castle nur von außen, machen dafür aber Halt am Strand von Downhill. Dort entdecken wir zufällig den Hinweis auf die Binevenagh scenic route und biegen ab. Belohnt werden wir mit dem Gortmore View Point, der zu herrlichen Weitblicken einlädt.
Endziel für heute ist Buncrana auf der Halbinsel Inishowen, das Hotel liegt direkt am Meer. Die Sonne scheint und der weiße, fast leere Strand lädt zu einem Spaziergang ein.

Carrick-a-Rede Hängebrücke Angekommen Blick zurück
Dunluc Csstle Causeway Scenic Route Strand Buncrana
Sonntag, 24.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Enniskillen (NIR) 252 km

Das Frühstück im Harbour Inn ist wieder reichlich und wird bis zum Abendessen anhalten! Morgens ist es bedeckt, aber trocken. Wir fahren bis Letterkenny, wo wir auf die N56 abbiegen, die uns in südlicher Richtung einmal durch die ganze Grafschaft Donegal führen wird. Eigentlich wollen wir immer wieder Abstecher an die Küste machen, aber schon während der ersten Küstenschleife auf der R257 fängt es an zu regnen. Daher verzichten wir auf weitere Abstecher und bleiben auf der N56 bis Donegal. Von hier aus steuern wir den See Lough Erne an, Ziel ist das Städtchen Enniskillen, das zwischen dem Lower und Upper Lough Erne liegt. Das ist allerdings heute nicht so einfach, immer wieder stehen wir vor Straßensperren und laut hupenden Lkws. Wie wir später von unserem Gastgeber erfahren, findet heute zum Abschluss einer Festwoche eine Charity Rallye statt...
Mit dem B&B haben wir wieder einen Glücksgriff gemacht, ein schönes Wohnzimmer lädt abends zum Verweilen ein. Die Gastgeber sind sehr nett und hilfsbereit, unsere nassen Motorradklamotten dürfen wir im Garten unter dem Abdach zum Trocknen aufhängen. Abends scheint dann auch endlich wieder die Sonne, so dass wir uns eine Pizza und fish & chips holen und diese draußen auf der Bank verzehren.

Irish breakfast Donegal Donegal Drumcoo Guest House
Montag, 25.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Enniskillen (NIR) 95 km

Wieder ein leckeres Frühstück in einem gemütlichen Frühstücksraum. Dann brechen wir zu einer kurzen Rundtour um den Lower Lough Erne auf. Leider regnet es den ganzen Tag, so dass wir von den zahlreichen View Points auf dieser Runde gar nichts haben. Daher sparen wir uns die zweite Runde um den oberen See und sehen uns stattdessen Kathedrale und Castle in Enniskillen an.
Am Nachmittag chillen wir in unserer Unterkunft, abends ruft uns unser Hausherr dann ein Taxi, damit wir trocken zum Pub kommen.

Lower Lough Erne Lower Lough Erne Kathedrale Kathedrale
Dienstag, 26.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Westport (IRL) 280 km

Nach einem hervorragenden Frühstück brechen wir auf in Richtung Sligo. Der erste Abstecher führt uns zum Glencar Lake. Auf die kurze Wanderung zum Wasserfall müssen wir allerdings verzichten. Ich habe seit ein paar Tagen Fußschmerzen und vermeide jeden unnötigen Schritt.
Ein paar Kilometer später fällt mir der Hinweis auf den Viewpoint Aughris Head ins Auge und ich biege ab. Die Straße endet an einem herrlichen Strand an der Sligo Bay mit einer urigen Beach Bar. Die Sonne scheint auch gerade mal, also legen wir kurzentschlossen eine Kaffeepause ein und genießen den Blick aufs Meer.
Dann geht es weiter auf der N59 Richtung Westport, unserem heutigen Tagesziel. Eigentlich haben wir vor, auf die Achill Island, der größten Insel vor der Westküste, zu fahren, zumal diese mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist. Aber nachmittags fängt es wieder an zu regnen und dieses Mal scheint auch kein Ende in Sicht zu sein. So gibt es stattdessen in einem netten Cafe in Achill Sound heißen Kaffee und sehr leckeren Kuchen, bevor wir umdrehen und auf direktem Wege nach Westport fahren.
Das nette B&B liegt zum Glück in Zentrum, so dass der Weg zum Pub am Abend nicht so weit ist.

Drumcoo Breakfast Lower Lough Erne Schafe Strand Bar
Guiness Aughris Head Bedeckt Kaffee und Kuchen
Mittwoch, 27.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Roundstone (IRL) 151 km

Zum Frühstück steht heute zum ersten Mal auf dieser Tour "Käse" auf der Menükarte. Für mich ein echtes Highlight, endlich mal ein Toast mit Käse anstatt jam!
Auf der R335 fahren wir die Küste entlang bis Louisburgh mit einem Abstecher zum Strand Old Head. Dann wird die Straße enger und kurviger und windet sich zum Doo-Lough-Pass hinauf mit herrlichen Ausblicken auf die Sheeffry Hills und Mweelrea Mountains. Kurz vor Leenaun stoppen wir bei den Aasleagh Falls, mindestens ein genauso beliebtes Fotomotiv wie der Wasserfall ist der Esel, der am Parkplatz weidet.
Es ist trocken und machmal kommt auch die Sonne durch, so nehmen wir heute jeden Abstecher zur Küste mit. Auf kleinen, engen Sträßchen geht es über Tully Cross zum Renvyle Castle, eine weitere Schleife führt bis nach Cleggan.
Der Höhepunkt aber ist die Sky Road bei Clifden, eine 15 km lange Runde um eine Halbinsel. Immer wieder hat man herrliche Aussichten auf das Meer und die Clifden Bay, zumal die Sonne gerade scheint und alles in einem ganz anderen Licht erscheint.
In Clifden erstehen wir dann beim Bummel durch das Örtchen endlich auch ein paar Postkarten. Nicht jede Karte kann durch Whats app Grüße ersetzt werden!
Über die R341, immer an der Küste entlang, kommen wir dann nach Roundstone, unserem Quartier der nächsten zwei Tage. Wir werden sehr herzlich mit Kaffee, Tee und selbstgebackenen Scones begrüßt. Das Zimmer ist groß mit direktem Blick aufs Meer. Wir sind begeistert. Das Straßendorf besteht aus hübschen bunten Häusern und einem kleinen Hafen. Es ist sehr lebhaft, die Cafes und Pubs sind voll, Hochsaison halt.

Old Head Doo-Lough-Pass Doo-Lough-Pass Wild Atlantic Way
 Aasleagh Falls Renvyle Castle Beach Sky Road
Sky Road Sky Road Roundstone Roundstone
Donnerstag, 28.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Roundstone (IRL) 204 km

Zum Frühstück gibt es Lachs und leckeres selbstgebackenes Brot. Das entschädigt für den Regen, der ans Fenster prasselt. Wir chillen vormittags in unserem gemütlichen Zimmer, gegen Mittag brechen wir dann aber trotz Regen zu einer kleinen Connemararunde auf. Wir fahren immer an der Küste entlang Richtung Osten bis kurz vor Galway und werden ständig von Regenschauern begleitet. Das ist schade, besonders da wir von unserem früherem Urlaub wissen, welche herrlichen Panoramablicke man hier im Sonnenschein hat.
Zurück nehmen wir die N58 und machen in Oughterard Pause. Hier gibt es ein paar mehr Geschäfte, so dass ich ein bischen stöbern kann. Der Kaffeebesuch darf natürlich auch nicht fehlen.
Abends wird es dann wieder schön, so dass wir nach unserem Pubbesuch noch ein wenig draußen sitzen können.

Blick aus dem Fenster Wild Atlantic Way Blauer Himmel Kaffeepause
Freitag, 29.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Howth (IRL) 335 km

Beim Frühstück stärken wir uns für die heutige Tagesetappe. Die Insel wird heute einmal von der Westküste bis zur Ostküste durchquert! Es ist den ganzen Tag trocken, die Straßen klein und meist sehr leer. Ein sehr entspanntes Fahren.
Damit ist es vorbei, als wir uns unserem Ziel nähern, der Hallbinsel Howth, östlich von Dublin. Im gleichnamigen Ort ist die Hölle los. Es ist Freitag und schönes Wetter. Der Hafen mit den vielen Fischrestaurants und die Klippen mit ihren Wanderwegen ziehen nicht nur die Touristen sondern auch die Dubliner hierher.
Unser Hotel liegt am Ende des Ortes direkt am Hafen. Durch Zufall bekommen wir sogar direkt vor unserem Zimmer einen Parkplatz.
Zum Abend hin wird es ruhiger im Ort. Wir bummeln durch den Hafen, holen uns fish & chips und suchen uns eine schöne Parkbank.
Die Klippenwanderung, auf die ich mich so gefreut habe, muss ich schweren Herzens streichen, mit den Schmerzen im Fuss wird das einfach nichts.

Von West nach Ost Von West nach Ost Von West nach Ost Von West nach Ost
Howth Howth Howth Howth
Samstag, 30.07.2016 {Wetter} Tagesziel: Betws-y-coed (WAL) 97 km

Das Frühstücksrestaurant des Hotel hat einen herrlichen Ausblick auf das Meer. Wir genießen ein ausgiebieges Geburtstagsfrühstück, bevor wir uns auf den Weg zum Fährhafen machen. In zwei Stunden bringt uns die Fähre von Dublin nach Holyhead in Wales. Von dort geht es dann auf der A5 mit der herrlichen Snowdonia Bergkulisse nach Betws-y-coed. In diesem Ort sind wir bereits zum dritten Mal, das diesjährige B&B ist etwas unpersönlich, vielleicht weil es mit mehr als zehn Zimmern auch sehr groß ist?
Auf einen Tisch in der Grill Bar im Royal Oak müssen wir eine halbe Stunde warten, aber das Essen ist dafür wirklich toll. Spazierengehen ist für mich fusskranke heute auch keine Alternative, so verbringen wir den Abend im Pub und fallen danach recht schnell ins Bett!

Warten auf die Fähre Typisch Fähre Wales Abendbeschäftigung
Sonntag, 31.07.2016 {'Wetter} Tagesziel: Betws-y-coed (WAL) 130 km

Vormittags regnet es, wir bleiben im B&B und haben mal wieder Zeit zum Lesen. Fur uns immer auch ein wichtiger Bestandteil des Urlaub!
Mittags brechen wir dann endlich auf zu einer Rundtour durch den Snowdonia Nationalpark mit seinen beeindruckenden Gebirgszügen. Besonders Highlight ist der Llanberis Pass, der heute zu herrlichen Weitblicken einlädt.
In Caernarfon, deren Burganlage wir schon bei unserer ersten Wales Reise besichtigt haben, machen wir Pause im Eiscafe. Als wir weiterfahren wollen, passiert mir mal wieder ein Missgeschick und ich schmeiße mein Moped hin. Ärgerlich! Den abgebrochenen Bremshebel hat Volker schnell ausgetauscht, ein Reservehebel ist immer unter der Sitzbank. Meine Rippenprellung habe ich als Andenken mit nach Hause genommen!
Da es uns am Vorabend in der Grill Bar so gut geschmeckt hat, steuern wir sie heute auch an, aber ohne Wartezeiten, die Wochenendausflügler sind auf dem Heimweg.

Betws-y-coed Betws-y-coed Snowdonia Tour Snowdonia Tour
Snowdonia Tour Snowdonia Tour Snowdonia Tour Snowdonia Tour
Montag, 01.08.2016 {Wetter} Tagesziel: Derby (ENG) 247 km

Auf kleinen Straßen bewegen wir uns heute so langsam in Richtung Ostküste. Die A5 fahren wir bis zum Städtchen Llangollen, das hübsch am River Dee liegt und bummeln ein bischen durch den Ort. Zufällig entdecken wir dabei das Hinweisschild auf den Horseshoe Pass und beschließen, diesen Abstecher mitzunehmen, was auch immer sich dahinter verbergen mag. Belohnt werden wir mit einer kurvenreichen Strecke, herrlichen Aussichten auf die Bergwelt und sehr vielen Schafen. Auf der Passhöhe bei 417 m (1,368 ft) treffen sich die Biker im Ponderosa Cafe. Auch wir legen dort eine Kaffeepause ein. Am frühen Abend kommen wir im Kings Highway Pub am Stadtrand von Derby an. Es regnet, aber kein Problem: Essen, Trinken und Schlafen ist unter einem Dach.

Llangollen Horseshoe Pass Horseshoe Pass Horseshoe Pass
Dienstag, 02.08.2016 {'Wetter} Tagesziel: Hull (ENG) 197 km

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es auf die letzte Etappe. Wir fahren Richtung Norden bis Bakewell, um zumindest etwas vom Peak District Nationalpark mitzubekommen. Dann führt uns das Navi, das Autobahnen zu vermeiden hat, mitten durch Sheffield und Rotherham, was alles andere als entspannend ist. Bald mag ich keine Roundabouts mehr sehen ...
Gegen 17 Uhr kommen wir in Hull am Fährhafen an, gerade wird der Check In Schalter geöffnet. Anderhalb Stunden später haben wir unsere Kabine bezogen.

Mittwoch, 03.08.2016 {Wetter} Tagesziel: Lippstadt (GER) 367 km

Um acht Uhr legt die Fähre im Europoort an. Eine halbe Stunde später sind wir schon auf der Autobahn. Jetzt wollen wir nur noch auf schnellstem Wege nach Hause. Weder auf den niederländischen noch auf den deutschen Autobahnen haben wir Staus, nur leichter Regen bis zur deutschen Grenze. Wir sind gerade zuhause angekommen, als der Starkregen einsetzt. Glück gehabt!

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