{Touren auf den Lofoten}

Kurz nach 9:00 verlassen wir die Jugendherberge in Harstad und erreichen pünktlich zum Ablegen die Fähre in Revnes. Über Sortland fahren wir nach Melbu, von dort geht es dann mit der Fähre endlich auf die Lofoten nach Fiskebol.

Mit der vorgebuchten Hütte auf dem Sandvika Fjord og Sjöhuscamping in der Nähe von Kabelvåg haben wir eine super Wahl getroffen. Sie liegt toll mit Panoramablick auf Meer und Berge, ist sauber, geräumig und mit Dusche, WC und Kochecke ausgestattet. Hier soll es sich gut einige Tage aushalten lassen.

{Unsere Hütte auf dem Sandvika Campingplatz} {Sandvika Fjordcamping} {Sandvika Fjordcamping}

An den kommenden Tagen erkunden wir bei herrlichem Wetter die Lofoten. Erstes Ziel ist der Fischerort Henningsvaer, wo wir einen kleinen Stadtbummel machen. Jetzt im Hochsommer ist dieser Ort von den Touristen gut besucht. Über eine der vielen Brücken erreichen wir die Insel Vestvågøya, die wir umrunden wollen. Im Süden verläuft die Straße RV 815, die sich eng und kurvig immer an der Küste entlang schlängelt. Dazu noch fast ohne Verkehr. Es ist einfach ein Genuss. Wir machen Abstecher nach Stamsund mit der schönsten Jugendherberge der Lofoten und nach Mortsund, wo es viele Rorbuer zu mieten gibt. Im Leknes erreichen wir dann wieder die E10, über die wir zurück nach Austvågøy fahren. Die kleinen Orte Unstad und Eggum, die zur offenen Meereseite hin liegen, lassen wir natürlich nicht aus. Das Lofotr Wikingermuseum in Borg dagegen ersparen wir uns, die vielen Touristenbusse schrecken uns zu sehr ab.

{Henningsvaer} {Jugendherberge in Stamsund} {Rorbuersiedlung Mortsund}
{Vestvågoeya} {Straße nach Unstad} {Vestvågoeya}

Die zweite Tagestour soll uns an das Ende der Lofoten bis Å bringen. Um zügig voran zu kommen, benutzen wir zunächst die E10. Das zum Weltkulturerbe gehörende Fischerort Nusfjord müssen wir uns natürlich ansehen. Einer der wenigen Orte, an dem der Touristenstrom wirklich stört. Auch in Reine, das wir wenig später erreichen, ist viel los. Wir machen natürlich die obligatorischen Fotos von der Kulisse, die in bekannten Freizeitparks nachgebaut worden ist. Ab Reine wird die E10 dann immer enger und kurviger, bis wir endlich Å erreichen, den südlichsten Ort der Lofoten. Dort wandern wir bis zum Aussichtspunkt, hier befindet sich auch ein toller Zeltplatz. Im Ort selbst gibt es u.a. ein Stockfischmuseum und eine kleine Jugendherberge. Beides sehr nett anzusehen. Auf dem Rückweg fahren wir dann ab Leknes nochmals die Straße 815, diesmal in die andere Richtung und fast ganz ohne Verkehr.

{Nusfjord} {Stockfisch} {Nebel}
{Stockfischmuseum in Å} {Reine} {Auf der RV 815}

Der dritte Tag ist motorradfrei! Zu Fuß und bei bedecktem Himmel machen wir uns auf nach Kabelvåg um die nähere Umgebung zu erkunden. Wir besuchen das Lofot Aquarium, in dem die heimische Fischwelt dargestellt wird und sehen uns die Vågan Kirche an. Sie soll die größte Holzkirche Nordnorwegens sein.
Am nächsten Tag heißt es dann Packen und Hütte putzen. Anschließend drehen wir noch eine kleine Runde durch den Nordteil der Insel Austvågøy, bevor die Stadtbesichtigung von Svolvaer auf dem Programm steht. Von hier soll abends die Hurtigrute ablegen.

Um 18:30 läuft dann endlich unser Schiff der Hurtigrute ein, die Vesterålen, ein Schiff der mittleren Generation. Das Einladen der Fahrzeuge erfolgt über eine Hebebühne. Wir haben eine Außenkabine direkt am Heck über der Schraube. Es ist ziemlich laut, aber akzeptabel, da wir nur eine Innenkabine gebucht und diese auch bezahlt haben. Solange wir an der Küste der Lofoten entlang fahren, sitzen wir draußen an Deck. Als es aufs offene Meer Richtung Bodö geht, wird es kälter und windiger.
Der folgende Tag auf See ist leider verregnet. Es ist der einzige regnerische Tag des ganzen Urlaubs. Schön, dass wir nicht auf dem Motorrad sitzen, aber auch schade, dass wir nicht so viel von der Küstenlandschaft sehen können. Das Schiff ist ziemlich voll, in dem Panoramacafe gibt es nie freie Plätze, so dass wir uns meist trotz Regens draussen aufhalten. Insgesamt gesehen, bin ich doch enttäuscht von der Schiffspassage, da haben mir die einsamen Motorradstrecken besser gefallen. Aber vielleicht liegt das auch nur am Wetter? Noch eine Nacht an Bord, bevor wir am nächsten Morgen um 6:30 in Trondheim anlegen.

{Hurtigrutenschiff Vesterålen} {Abendstimmung auf See}

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