In den letzten Jahren hatte sich die Idee bei mir festgesetzt, mit dem Motorrad die Ostsee zu umrunden. Jetzt haben wir uns nach längerem Hin und Her endlich dazu entschieden. Für diese Tour greifen wir zum ersten Mal auf das Angebot eines Motorradreiseveranstalters zurück. Bei Feelgood Reisen habe ich mir vor zwei Jahren schon Anregungen für die Lofotentour geholt, jetzt buchen wir dort die Große Ostseerunde in etwas abgewandelter Form. Das Paket beinhaltet die Reservierungen der Hotels in Polen, im Baltikum und Finnland, sowie alle Fähren. Dazu gibt es Straßenkarten für jedes Land mit einer eingezeichneten Route sowie ein ausführliches Roadbook. Das Roadbook enthält neben genauen Wegbeschreibungen über oft kleine und einsame Straßen auch Tipps für Sightseeing und Kaffeepausen. Mit all diesen Informationen machen wir uns auf den Weg.

{Ostseeroute}

Dauer der Tour:   3 Wochen

Gefahrene Kilometer:  6.200

Reiseverlauf

  • Anreise bis Fürstenwalde an der Spree
  • Brzoza bei Bydgoszcz (Polen)
  • 2 Tage in Mikolajki in Masuren (Polen)
  • Vilnius (Litauen)
  • Klaipeda (Litauen)
  • 2 Tage in Riga (Lettland)
  • Tallin (Estland)
  • Schnellfähre nach Helsinki (Finnland)
  • 2 Tage in Rantasalmi inmitten der Seenplatte (Finnland)
  • Virrat (Finnland)
  • Rauma an der Westküste (Finnland)
  • 2 Tage auf Brandö und Mariehamn auf den Ålandinseln (Finnland)
  • 3 Tage in Upplands Väsby bei Birgitta und Bengt (Schweden)
  • Lönneberga (Schweden)
  • TT-Line von Trelleborg nach Travemünde

Übernachtungen


Reisetagebuch der Ostseeumrundung

{Ostseetagebuch}


Fazit

Die Organisation seitens des Reiseveranstalters war voll in Ordnung. Mit den Hotels und Fähren gab es keine Probleme. Das Roadbook war ausführlich und enthielt viele brauchbare Hinweise.

Bei den Hotels haben uns die kleineren Landhotels am besten gefallen, auch wenn der Standard dort meist niedriger war als bei den großen Hotelketten.

Für uns war es nicht nur der erste von einem Veranstalter organisierte Motorradurlaub, sondern auch der erste Hotelurlaub über so einen langen Zeitraum. Die meisten Hotels waren zwar wirklich in Ordnung, aber das Frühstücksbüffet ist eigentlich viel zu viel und jeden Abend Essen gehen wird man auch irgendwann leid. Da fühle ich persönlich mich eigentlich in Jugendherbergen oder Ferienwohnungen wohler. Morgens reicht mein Müsli und abends kann man selbst kochen oder essen gehen, je nachdem wozu man Lust hat.

Der ständige Hotelwechsel schränkt ebenfalls ein, die tägliche Strecke ist vorgeschrieben, man kann nicht spontan mal für einen Tag sein eigenes Programm machen. Aber das haben wir natürlich bewußt in Kauf genommen, bei so einer Reise muß man täglich weiter fahren, die Zeit ist ja nun mal begrenzt.

Was das Motorradfahren angeht, so ist das im Baltikum ziemlich anspruchslos. Alles flach und viele lange Geraden. Hier sind eindeutig die Hauptstädte das Sehenswerte. Diese sind wirklich eine Reise wert, besonders Riga hat und gut gefallen.

In Finnland gibt es viele herrliche Straßen durch die Seengebiete, auch auf den Ålandinseln hat das Fahren Spaß gemacht sobald man die Hauptstraßen verlassen hat.

Schweden gefällt uns aber immer noch am Besten. Zum einen ist uns dort vieles vertraut, zum anderen treffen wir dort unsere langjährigen Freunde. Außerdem haben wir bei der Fahrt durch Südschweden wieder tolle, kurvige, einsame Straßen entdeckt. Auch dort gibt es zahlreiche Seen und eine tolle Küstenlandschaft.

Wir sind halt Schwedenfans, läßt sich nicht verleugnen!!

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